8. März - Weltfrauentag?!!!!!!!

Die Kernfrage lautet: Brauchen wir den Internationalen Frauentag noch?

Am Beispiel Frauengesundheit zeigt sich sehr deutlich: Wenn Frauen forschen, verändern sich Fragestellungen, Studien und Ergebnisse. Sie schließen Wissenslücken, entwickeln passgenauere Therapien und sorgen dafür, dass Frauengesundheit endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. 

1. Fortschritte, die wir erreicht haben
Mittlerweile gibt es zum Beispiel Apps, die sich mit dem Thema Endometriose und Wechseljahre beschäftigen. 2025 war das Team um Sina Winkenjohann auf dem Forum in Chemnitz und hat die Endo-App vorgestellt. Neben der Endo-App für Frauen mit Endometriose, gibt es seit Januar 2026 die Vera-App, eine App auf Rezept für Frauen in den Wechseljahren. Aktuell bereitet das Team auch eine App vor, die sich mit dem Thema Periodenschmerz beschäftigt. Das sind gleich drei Gründe zum Feiern. 

2. Herausforderungen, die vor uns liegen

  1. Bei Herzinfarkten ist der klassische Brustschmerz bei Frauen häufig nicht so stark ausgeprägt wie bei Männern. Viele Betroffene aber auch Mediziner verkennen deshalb die Lage, was dazu führt, dass der Herzinfarkt zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen gehört. 
  2. Aufgrund der Tatsache, dass geschlechterspezifische Unterschiede in der Medizin in der Vergangenheit zu wenig beachtet wurden, gibt es laut der Bundesstiftung Gleichstellung einen Gender-Data-Gap. Das bedeutet: Der Mann wurde zur Norm in der Medizin, was zu verzögerten Diagnosen bei Frauen geführt hat. Daher muss geschlechtersensible Medizin stärker ins Bewusstsein rücken, so dass mehr in diesem Bereich geforscht werden kann und die Ergebnisse aus der Forschung dann konkret in der Medizin angewendet werden können. 
  3. Laut der Studie Medical Women on Top (2024) des Deutschen Ärztinnenbundes sind fast 70 % der Studienanfänger im Fach Medizin weiblich, unter den leitenden Führungskräften sind aber nur 25 % Frauen. Bei den Oberarztstellen holen die Frauen auf und besetzen inzwischen 40 % der Stellen.

Es bleibt wichtig, dass wir über diese Ungleichheiten und Ungleichbehandlungen informieren und ein Bewusstsein dafür schaffen. Gendermedizin hat Vorteile für Frauen und Männer. Also Dranbleiben!! 

(Quelle: https://www.soroptimist.de/home/ - Mitgliederbereich)




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